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Natur erleben und von ihr lernen: Erlebniswanderung Murnauer Moos


hyperSKILL-BLOG

Aktuelle Themen mit der hyperSKILL-Methode betrachtet

Unser Jugendprogramm zum Aufbau natürlicher Lebenskompetenz
 

 

Was hat die hyperSKILL motiviert, ein Trainingsprogramm für junge Menschen zu entwickeln?

Die Idee kam durch zahlreiche Unternehmer, denen Siegfried Stadler bei der Bewältigung schwieriger Situationen geholfen hatte. Immer wieder fielen in den gemeinsamen Sitzungen Sätze wie "Verdammt nochmal, hätte ich das doch früher schon so betrachten können, dann hätte ich an dieser oder jener Stelle ganz anders gehandelt!". Sie selbst hatten den Mehrwert, den ihnen die hyperSKILL-Methode bietet, schnell erkannt und schickten dann sogar ihre Söhne oder Töchter zu uns. Für sie war klar, dass gerade eine solche Grundlagenkompetenz auch schon Jugendlichen gut tun würde. Sie ermutigten uns, quasi eine abgespeckte Variante der Leistungen zu entwickeln, die sie selbst als so hilfreich erlebt hatten.

Was vermittelt diese "Anleitung zum Aufbau natürlicher Lebenskompetenz"?

Junge Menschen übernehmen oft ungeprüft Ansichten oder Verhaltensweisen von anderen Menschen. Ein starkes Bedürfnis von Jugendlichen ist das "Dabei sein Wollen", fast jeder von uns möchte irgendwo dazugehören, eingebunden sein. Das gibt ein Gefühl von Sicherheit und Stärke, macht aber im ungünstigen Fall auch abhängig oder manipulierbar. Auch kommt es immer wieder vor, dass Eltern unbewusst und ungewollt ungünstige Verhaltensmuster oder Einstellungen an ihre Kinder weitergeben. Junge Menschen sollten deshalb lernen, sich sinnvoll abzugrenzen und - ganz wichtig - auch mit ihren Gefühlen gut umzugehen. Damit ist gemeint: ihre Gefühle zu spüren, zuzulassen, nicht "wegzudrücken", sondern richtig zu "entschlüsseln" und sich auch auf sie verlassen zu können. Dafür braucht es aber ein paar Grundlagen: Reflexion und Selbstreflexion beispielsweise sind Prozesse, die Menschen ihr Leben lang brauchen und die sie eigentlich gar nicht früh genug lernen können. Genauso wie die Fähigkeit, Situationen und Sachverhalte differenziert und strukturiert betrachten und sorgfältig bewerten zu können. Das stärkt die Selbstwirksamkeit, mindert die Angst vor Problemen und sorgt für ein gutes Lebensgefühl. Nur wer mit sich selbst im Reinen ist und sich wertschätzen kann, kann auch mit anderen Menschen empathisch umgehen.

In unserem Trainingsprogramm sollen Jugendliche mit der hyperSKILL-Methode befähigt werden, ihre eigenen für sie schwierigen Situationen strukturiert und konstruktiv in Einzelaspekte (wie z.B. beteiligte Akteure, unterschiedliche Ziele, Interessen oder Rahmenbedingungen) zu zerlegen, so dass sie ihren anfänglichen Schrecken verlieren und mit einem positiven (Bauch-) Gefühl bewältigt werden können. In thematisch unterschiedlichen Einheiten (Beispielthemen: Berufswahl, Beziehungen) lernen die Jugendlichen unter anderem, sich selbst zu reflektieren, die eigenen Interessen und die anderer beteiligter Personen in einer Situation zu erkennen sowie die individuellen Stärken und Schwächen zu bewerten. Ziel ist, dass Jugendliche klar strukturierte, handhabbare und individuelle Handlungsstrategien, passend zu den eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen, entwickeln können.

 

 

 

 

Junger Baum auf dem Weg ins Leben:

Die Stützen begleiten ihn in den ersten Jahren, aber nur so lange wie nötig, bis er genügend eigene Stabilität hat, um nachhaltig aufrecht zu wachsen.

 


Unser Fokus auf Menschen und ihr individuelles Verhalten im sozialen Kontext kann das Gespür für gutes gesellschaftliches Miteinander stärken. Je besser sich Jugendliche selbst kennen und ihre eigenen Gefühle verstehen, desto sicherer können sie auch andere Menschen, deren Gefühle und Verhalten bewerten und wertschätzen. So funktioniert Empathie. Junge Menschen zu stärken bedeutet, die Gesellschaft langfristig zu stärken.

Auch können selbstbewusste und kompetente Jugendliche einen positiven Einfluss auf ihr persönliches Umfeld (peer group, Familie) haben. Wenn sie Dinge kritisch hinterfragen können, besitzen sie eine gewisse Immunität gegenüber Populisten und Verschwörungstheorien.

Im Alter zwischen etwa 11 und 17 Jahren entwickeln Jugendliche die Kompetenz, Informationen so zu verarbeiten, dass sie Lösungen für komplexere soziale Probleme finden können (sh. The Growth of Interpersonal Understanding, R. Selman, 1980). In diesem Zeitraum stellen sich daher die Weichen, wie Menschen ihr Leben lang beispielsweise mit Komplexität, mit sozialer Interaktion oder mit Konflikten umgehen werden.

Wie sind die Erfahrungen mit dem Jugendprogramm?

wir haben erfolgreich mehrere Projekte durchgeführt. Je nach Alter der Teilnehmer (die Spanne reicht von 11 bis 22 Jahre) wurden die Inhalte unterschiedlich ausgewählt und gewichtet.

Wie kommen Jugendliche in den Genuss der "Anleitung zum Aufbau natürlicher Lebenskompetenz"?

In der Regel sind es Vereine, Schulen oder unternehmerische Initiativen, die sich engagieren und die Relevanz erkannt haben, dass junge Menschen nicht nur Wissen, sondern insbesondere auch soziale und methodische Kompetenzen erwerben sollten.